Ritchy Pop

Fotografieren ist für mich die bessere Meditation
Ritchy Pop

Für mich ist ein Leben ohne Kamera ist nicht mehr vorstellbar, sie gehört zu mir wie die Rapid zu Wien. Die erste Berührung mit so einem schwarzen Ablichtungskästchen machte ich bereits im Alter von 10 Jahren. Zwar noch gar keine Ahnung von Technik und Licht, machte mir doch die Abbildung meiner näheren Umgebung viel Freude und regte meine Neugierde an. Doch wie es so bei Kindern ist, verfliegt die erste Euphorie recht rasch und so landete meine erste Kamera bald irgendwo in einem Kasten.

Während einer Ausbildung in der Tourismusschule und dann später bei der Rauchfangkehrerlehre vergaß ich meinen noch in den Kinderschuhen steckenden Spaß mit der Kamera. Doch dieser wurde wieder erweckt und sollte mich von der Zeit an nicht mehr loslassen, als ich begann Konzerte zu veranstalten und hier dringend ein Fotograf benötigt wurde. Ich versuchte mein Bestes diese Abende festzuhalten und stellte überraschend fest, dass die Bilder besser wurden und die Freude an dieser Tätigkeit zunahm. Um meine Technik zu verbessern knipste ich meine ganze Umgebung ab, besuchte einen Kurs an der VHS und verwendete meine Freizeit dafür mich weiterzuentwickeln.

Spätere Urlaube wie Cuba, Griechenland oder auch Argentinien sollten mir tiefen Einblick in die Landschaftsfotografie geben, daheim mit meinen Pflanzen, Puppen und diversen anderen Utensilien versuchte ich mich erfolgreich in der Makro- und Stilllebenfotografie und mit der Anschaffung einer Blitzanlage erweiterte ich mein Fachkenntnis zusätzlich mit Portraitfotografie.

Doch die ganze Herumprobiererei und -experimentiererei brachte mir zwar viele sehr positive Zusprüche von Bekannten und Freunden ein, doch ein fachliches Feedback und der Austausch von Erfahrungen fehlten mir immer mehr. So schrieb ich mich kurzentschlossen bei der fotoschule.at für einen viersemestrigen Kurs ein mit der Hoffnung hier meine Kenntnisse und Technik zu verbessern. Nach einem Jahr musste ich teilweise über meine alten und seinerzeit gut geglaubten Bilder lachen.

Im Anschluß daran, konnte ich mein ganzes Wissen und Können, während einer einjährigen Weltreise einsetzen. Ich kann sagen, ich sah die Welt durch den Sucher um ihre Gegenwart fest zu halten, teilweise sehr zum Leidwesen meiner Freundin, die aber in diesem Jahr sehr von meinem Wissen profitierte. Ich brachte Tausende schöner Fotos heim – egal ob Portraits von Sadhus, neuseeländische oder südamerikanische Vulkanlanlandschaften, Makros von exotischen Blumen und Insekten oder einfach nur „Spaßbilder“ von Freunden -, die ich über die Jahre auch als Kalender publiziere.

Heute wieder zurück in Wien nehme ich an zwei Projekten der fotoschule.at teil, wo meine KurskollegInnen und ich mit der „Lebenshilfe Wien“ und beim Tanztheaterprojekt „Flowers for all Occasions“ Menschen portraitieren. Ein anderes Projekt ist die fotografische Umsetzung der Entstehung des zweiten Bollywood-Films in Wien.

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